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Spezialsprechstunde Okuloplastik und ophthalmologische Tumortherapie
Okuloplastik und ophthalmologische Tumortherapie
Im Schwerpunktbereich Okuloplastik und ophthalmologische Tumortherapie werden Patientinnen und Patienten mit gut- und bösartigen Tumoren am und im Auge, Erkrankungen der Augenlider, der Tränenwege und der Augenhöhle (Orbita) umfassend betreut. Hier wird modernste Diagnostik, spezialisierte chirurgische Verfahren und interdisziplinäre Expertise im Rahmen einer innovativen universitären Sprechstunde vereint. Die enge Zusammenarbeit mit dem Centrum für Integrierte Onkologie (CIO) Köln ermöglicht eine auf jeden Menschen individuell abgestimmte Versorgung auf höchstem medizinischem Niveau.
Leistungsspektrum
Unser interdisziplinäres Team bietet Diagnostik, Therapie und Nachsorge bei sämtlichen okuloplastischen und ophthalmoonkologischen Erkrankungen, unter anderem bei:
- Tumoren der Lider, Bindehaut, Regenbogenhaut, Aderhaut und Augenhöhle (Orbita)
- Neubildungen und Entzündungen der Tränenwege
- Lidfehlstellungen (z. B. Blepharoptosis, Entropium, Ektropium, Lagophthalmus)
- Ästhetisch-kosmetischen Veränderungen wie Schlupflidern, Tränensäcken oder Narben
- Orbitalen Raumforderungen (z. B. Lymphome, Hämangiome, Pseudotumoren)
- Funktionellen Störungen und Bewegungsanomalien (z. B. Doppelbildern, Blepharospasmus)
Diagnostik
Zur präzisen Beurteilung stehen modernste bildgebende und mikrochirurgische Verfahren zur Verfügung:
- Standardisierte A- und B-Bild-Echographie, Ultraschallbiomikroskopie, Konfokalmikroskopie
- OCT, Swept-Source-OCT und OCT-Angiographie (vorderer und hinterer Augenabschnitt)
- Fluoreszein- und Indocyaningrün-Angiographie
- 3D- und 2D-Imaging der periokulären Region zur genauen Dokumentation von Lid- und Orbitaveränderungen
- Dünnschicht-MRT und Dünnschicht-CT der Orbita und Tränenwege
- Digitale Subtraktions-Dakryozystografie zur Darstellung des Tränenabflusses
- Durch diese multimodale Bildgebung können Erkrankungen präzise lokalisiert, ihr Verlauf dokumentiert und individuelle Therapiekonzepte erstellt werden.
Therapie
Je nach Diagnose kommen verschiedene konservative, minimalinvasive und chirurgische Behandlungsverfahren zum Einsatz:
- Tumorchirurgie mit histopathologischer und genetischer Analyse (z. B. Orbitotomie, Enukleation, Exenteratio orbitae)
- Systemische und lokale Chemo- und Immuntherapien (einschließlich Checkpoint-Inhibitoren)
- Strahlentherapien wie CyberKnife
- Laser- und Kryotherapie, photodynamische Therapien und dendritische Zellvakzinationen
- Rekanalisierende und bypass-chirurgische Eingriffe bei Tränenwegstenosen (z. B. Laser- oder Mikrodrill-Dakryoplastik, Dakryozystorhinostomie nach Toti)
- Chirurgische Korrektur von Lidfehlstellungen und plastische Rekonstruktionen nach Tumoroperationen oder Traumata
- Botulinum-Toxin-Therapie bei Lidkrampf oder zu kosmetischen Zwecken
- Dekompressionsoperationen bei endokriner Orbitopathie
- Interdisziplinäre Operationen bei komplexen Erkrankungen der Orbita oder Tränenwege
Minimalinvasive Techniken ermöglichen kurze Eingriffszeiten, geringe kosmetische Beeinträchtigungen und schnelle Genesung bei gleichzeitig hoher Erfolgsrate.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit und Nachsorge
In wöchentlichen Fallkonferenzen (Tumorboards) werden komplexe Fälle gemeinsam mit Fachärztinnen und Fachärzten aus verschiedenen Disziplinen besprochen. So kann für jede Patientin und jeden Patienten ein maßgeschneidertes Behandlungskonzept erstellt werden.
Die Nachsorge erfolgt interdisziplinär und schließt auch psychoonkologische, physiotherapeutische und sozialmedizinische Unterstützung ein.
Leistungen der integrierten Versorgung:
- Ernährungsberatung, Bewegungstherapie, Physiotherapie
- Palliativmedizin und psychoonkologische Betreuung (isPO)
- Sozialdienst und Selbsthilfeangebote
- Okularistische und ophthalmoplastische Versorgung
- Präventionsprogramme (z. B. Rauchentwöhnung, Vorsorgeuntersuchungen)